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Hedge-Budget (Hedge-Kostenquote, Absicherungsbudget)

Das Hedge-Budget ist eine Foliograph-Kennzahl. Es setzt die Einstandskosten offener Absicherungspositionen ins Verhältnis zur offenen Short-Prämie und zeigt, welcher Anteil der vereinnahmten Prämie für Schutzpositionen eingesetzt wurde.

Berechnung und Mechanik

Als Absicherung können beispielsweise gekaufte Puts auf Aktienindizes oder Long-Optionen auf Volatilitätsprodukte dienen. Ihre ursprünglichen Einstandskosten, nicht der heutige Marktwert, werden summiert und durch die verkaufte Prämie der offenen Short-Prämienstrategien geteilt. Ein Wert von 20% bedeutet, dass die Einstandskosten der offenen Hedges einem Fünftel der offenen Short-Prämie entsprechen.

Über einen Zeitraum kann dasselbe Prinzip als Budget betrachtet werden: vereinnahmte Prämien im Zeitraum im Verhältnis zu den Ausgaben für Absicherungen im selben Zeitraum.

Hedge-Budget = Einstandskosten offener Hedges / offene Short-Prämie x 100

Abgrenzung

Das Hedge-Budget misst Kosten, nicht Schutzwirkung. Ob eine Absicherung den Max Loss der offenen Short-Positionen in einer Stressphase tatsächlich auffängt, hängt unter anderem von Basiswert, Strike, Verfall und Grösse der Hedge-Position ab.

Nicht zu verwechseln ist die Kennzahl mit der klassischen Hedge Ratio. Diese beschreibt die Grösse einer Absicherung relativ zur abzusichernden Exposure und nicht deren Kosten.

Verwandte Begriffe

  • Verkaufte Prämie (Sold Premium, Short-Prämie)
  • Max Loss (Maximaler Verlust, Max. Verlust (begrenzt), Max. Verlust Optionen)
  • Optionsstrategie (Option Strategy, Spread, Iron Condor, Covered Call)
  • VIX (CBOE Volatility Index)

Alle Begriffe im Glossar

Alle Markt- und Analysedaten dienen ausschliesslich Bildungs- und Analysezwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.

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