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Straddle am Geld (ATM Straddle)

Ein Straddle am Geld besteht aus einem Call und einem Put mit demselben Strike nahe dem aktuellen Kurs und demselben Verfall. Sein Preis gibt einen marktpreisgestützten Anhaltspunkt dafür, welche absolute Bewegung bis zum Verfall eingepreist ist.

Berechnung und Mechanik

Der Straddle-Preis ist die Summe der Preise von Call und Put am Geld. Am Verfall liegen die Break-even-Punkte eines Long Straddles ungefähr beim Strike plus beziehungsweise minus der insgesamt gezahlten Prämie.

Unter vereinfachenden Modellannahmen entspricht die erwartete absolute Bewegung bei normalverteilten Renditen rund 80% einer Standardabweichung. Der Straddle-Preis und ein Expected Move von einer Standardabweichung sind deshalb nicht dieselbe Grösse.

Bei ETFs mit grösseren Strike-Abständen liegt der Strike am Geld selten exakt auf dem aktuellen Kurs. Der Straddle wird dann mit dem nächstgelegenen verfügbaren Strike des jeweiligen Verfalls gebildet.

Straddle-Preis = Preis Call ATM + Preis Put ATM

Abgrenzung

Der Expected Move ist in Foliograph durchgehend eine Bewegung von einer Standardabweichung, hergeleitet aus Straddle-Preisen oder als Rückfall aus der impliziten Volatilität. Der ATM-Straddle ist dagegen die direkt aus Optionspreisen abgelesene absolute Bewegung, die für den Kegel erst umgerechnet wird. Beide Grössen hängen eng zusammen, sind aber nicht identisch.

Verwandte Begriffe

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